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Géza Gábor Simon: Basic data of the Hungarian jazz history

Jazzkutatás

2015-02-23    
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Kiadja:
Magyar Jazzkutatási Társaság
1023 Budapest, Lukács utca 4.
Főszerkesztő:
Simon Géza Gábor
06-30/736-3358

Alapítva: 1995. január2011 mérleg és közhasznúsági jelentés:
2011_merleg_khjel.pdf
A Magyar Jazzkutatási Társaság a jogszabály adta lehetőségekkel élő támogatói jövedelemadójuk egy százalékát utaltatták át egyszámlánkra. Az összeget jelen kiadvány költségeihez használtuk fel. Köszönetet mondunk mindazoknak, akik bennünket és ezzel lapunkat támogatásra érdemesítették.
1999-01-01 • Géza Gábor Simon
Grunddaten der ungarischen Jazzgeschichte
1851
Ab 31. März Isaac Bickerstaffe’ Vaudeville The Padlock in Pest mit Ira Aldridge und mit eigener Truppe.1853
Ab 30. August Isaac Bickerstaffe’ Vaudeville The Padlock in Pest mit Ira Aldridge und mit ungarischen Mitwirkenden.Unter dem Titel Néger-dalok Notenausgabe von drei Kompositionen von Ira Aldridge beim Pester Rózsavölgyi Verlag. Die sind die ersten amerikanischen Noten in ungarischen Notenausgabe. Keine amerikanische oder andere Ausgabe der Noten bekannt.1886
Ab16. Junius, Orpheum in Budapest Neger Komiker, Mr. Mackwey mit den ungarischen Kapellmeister Ödön Rosner.1888
April, Beliczay Kaffeehaus in Budapest: Tom Luisett, Original Mohr-Komiker mit den ungarischen Kapellmeister Wilhelm (Vilmos) Rosenzweig, Schlüsselfigur als Kapellmeister, Komponist und Arrangeur der darauffolgenden Jahren. Fast alle Produktionen von Rosenzweig waren Wegbereiter zum Jazz1895
1-30 April, Metropole Hotel in Budapest: The Bundicks, Ethiopian Serenaders unter der Leitung von Leo Bundick, der ehemaliger Chéf vom American Negro Jubilee Singers.1896
Junius, Ős-Budavára, Milleniumfest in Budapest: Kinematoskop Programm: Der tanzende Neger.1898
1. April im Noteljournal Zenélő Magyarország (Musizierende Ungarn) als Klavierstück Sousa’s The Washington Post.

1901
August, Ős-Budavára, Budapest: The Louisiana Amazon Guards Vaudeville mit gewaltigem Cake Walk im Programm.

1902
14. Oktober, Vígszínház, Budapest, Operettenstarin Sári Fedák tänzt zum erstenmal auf einer normalen ungarischen Theaterbühne Cake Walk. Skandal.

1905
Zigeunerkapelle Pali Farkas macht Ragtime-Aufnahmen auf dem Odeon Record Label.

1906
August, Kapelle der k.u.k. Infanterie-Regiment Freiherr von Probst Nr.51 macht die Aufnahme von Hiawatha.

1909
Die Ungarische Zigeunerkapelle, Budapest macht die Aufnahme von My Curly Headed Baby.

Sommer, Vincze Farkas Zigeunerkapelle macht die Aufnahme von Cake Walk Mumblin’ Mose.

1912
Möglichst viele Ragtime Aufnahmen mit verschiedenen Zigeuneunerkapellen, u.a. königlichem Hofmusiker, Zigeunerprimas Béla Berkes macht die Hitchy Koo-Aufnahme.

Junius, Quasi Cover-Version von Alexander’s Ragtime Band mit der Mitwirkung von Hermin Solti und Ernő Király erscheint auf dem ungarischen Special Label.

7. August im Budapester Zeneközlöny (Musikalische Mitteilungen) Rudolf Lavotta’s Artikel: Rag-Time.

1919
Erscheint die Note Op. 1, Pension Rag von Aladár Székely, Ragtime Pianist.

1925
2-14. November, Renaissance Theater, Budapest: 16 Vorträge von Sam Woodings’ Chocolate Kiddies: Tommy Ladnier, Maceo Edwards, Bobby Martin (tp, co, mellophone), Herb Flemming (tb), Willie Lewis, Garvin Bushell, Gene Sedric (sax), Sam Wooding (p), John Mitchell (bj), John Warren (tu), George Howe (dr). Im Programm sind die ersten Kompositionen des jungen Duke Ellingtons, u.a. Jig Walk. Ellington Kompsitionen wurden von deutschen Tochtergesellschaft Musikalienhandlung Graphisches Kabinett G.M.B.H. des ungarischen Firma Rózsavölgyi ausgegabt. Es ist bemerkenswert, dass Kapellmeister und Hauskomponist des Theaters ist schon seit zwei Jahren József Kozma, alias Joseph Kosma, der später weltberühmt gewordene Komponist von u.a. Autumn Leaves.

22., 27. und 29. Dezember Budapester Telefonhírmondó (Telephongraph) Jazz-Band-Musik, höchstwahscheinlich Jazzband von Ostende Kaffeehaus.

1926
7. Februar: Im Radioprogramm von Radio Budapest zum erstenmal Jazzband aus der Studio. Eine paralelle Sendung läufte auch im Budapester Telefonhírmondó (Telephongraph).

März im Temesvarer Zenei Szemle (Musikalische Rundschau) János Vannay’s Artikel A jazz zene (Die Jazzmusik).

April-Mai, Zoltán Jámbor’s Jazz Syncopaters Band spielt siebenmal im Ungarischen Rundfunk und macht Jazzaufnahmen auf dem ungarischen Columbia Label.

Die erste ungarische Jazzschule, Szekeres Jazzschule beginnt die Arbeit in Budapest.

1927
Ungarischer Schlagzeuger Chappy macht viele Jazzaufnahmen als Mitglied von Arthur Briggs’s Savoy Syncops Orchestra.

September, Frank Withers’s Stomp Jazzers parallel Programme in Parisien Grill und Royal Orfeum in Budapest, insgesamt mehr als 6O Auftritte.

24. September, Utica Jubilee Singers in Redoute’s Grosses Saal in Budapest.

Auf dem Jazzfakultät des Hoch’s Konzervatorium in Frankfurt am Main ist der ungarische Komponist, Mátyás (Matthias) Seiber der Chéf.

1928
2. Februar, in Budapester Tagesblatt Népszava erscheint das erste ungarische Jazzgedichte, Jazz-band! von Cézár Brichta.

3. Julius, beginnt sich der Karriere von The Two Jazzers (László Mocsányi-Tibor Lakos) im Ungarischen Rundfunk. Insgesamt mehr als 200 Aufnahmen in Rumänien, Österreich, Deuschland und Ungarn.

Sommer, die ungarische Zigeuner Band, Splendid Jazz Band macht Aufnahmen mit den ersten ungarischen Jazz-Schlagzeuger, Béla Grünhut alias “Csibész Bobby” (“Spitzbube Bobby”) auf dem ungarischen Columbia Label.

Das erste Jazzbuch Ungarns: Antal Molnár: Jazzband. Viele weitere Ausgaben in den darauffolgenden Jahren.

1929
Jolly Boys, Band von Saxist Ede Buttola macht die ersten Aufnahmen in Koppenhagen auf dem dänischen Polyphon Label.

Miklós Brodszky (Nicholas Brodsky) macht in Berlin Jazzaufnahmen mit seinen Brodszky Jazz auf dem tschechoslowakischen H.M.V. Label. Er komponiert später u.a. Standard Be My Love.

The Spectacles Band macht eine Serie von Jazzaufnahmen auf dem kurzlebenden ungarischen Duophone Label.

1930
Gesangstar Miklós Sebő’s Eigenkomposition Én csak nevetek (Ich lache nur) mit u.a. deutschen Mitwirkenden als Früh-Dixieland-Aufnahme in Berlin auf dem Parlophon Label.

1932
Ungarischer Komponist, Bandleiter Paul Abraham’s Orchester Jazzaufnahmen in Berlin.

1935
Januar, Sternberg Híradó Jazzalbum (Sternberg Nachrichten Jazzalbum) auf 1OO Seiten.

Die ungarische Kardosch-Sänger macht Jazzaufnahmen auf den deutschen Odeon und Telefunken Labels.

Smiling Boys mit u.a. Lajos Martiny (p, arr, ld) und Bubi Beamter (dr) macht u.a. jazzige Musik auf dem ungarischen Odeon Label.

1936
Pianist Kálmán Szabó macht Jazz-Trio-Aufnahmen bis 194O auf den ungarischen Odeon und Patria/Ultravox Labels.

Klarinetspieler/Saxophonist/Violinist Bertalan Bujka macht die ersten Big Band Aufnahmen als Mitglied der Original Teddies unter der Leitung von Teddy Stauffer in Berlin.

1937
Saxist Ede Buttola’s Band macht Jazzaufnahmen auf dem ungarischen Radiola Electro Record Label mit dem englischen Trumpetenspieler/Sänger Len Hughes in Budapest.

1938
Die ersten Eigenaufnahmen vom englischen Trumpetenspieler/Sänger Len Hughes in Budapest.

24. October, Violinsolo von Bertalan Bujka in St.Louis Blues auf der Aufnahme von Original Teddies auf dem deutschen Telefunken Label.

1939
Der legendare Pianist Lulu Solymossy macht Plattenaufnahmen bis 1942 auf den ungarischen Radiola Electro Record, H.M.V. und Columbia Labels.

Ab Dezember, Martiny Rhythm Band macht viele Aufnahmen mit der englischen Sängerin Anita Best bis 1947.

1940
Pianist/Bandleiter Ernő Vécsey macht Aufnahmen auf den Patria/Ultravox, verschiedenen Radiola, dann Odeon, Darling Super Labels bis 1947.

1941
Spring, im Budapester Katholischer Kreis macht Tiny Matton And His Orchestra unter der Leitung von Lajos Martiny Swing Big Band Aufnahmen auf dem ungarischen Odeon Label.

1942
Chappy Jazz Band Aufnahmen auf dem ungarischen Odeon Label in Budapest.

Akkordeonist Mihály Tabányi gewinnt beim Ersten Ungarischen Accordeon Olympiade und macht seine erste Jazz-Schallaufnahmen auf dem Radiola Electro Record Label.

1943
Erscheint das Buch Jazzdobbal a világ körül (Mit Jazzschlagzeug um die Welt. Autobiographie) von Chappy.

Akkordeonist Béla Hlaszny’s Aufnahmen auf dem deutschen Imperial Label.

Pianist/Organist Antal Gorodi G. macht 12 Trio-Aufnahmen und Akkordeonist Pál Herrer’s Aufnahmen sind auf den verschiedenen Radiola Labels.

1945
Aprilis-Mai, im Royal Revü Variete Chappy und Magyar Revű Tánczenekart (Ungarische Revü Tanzkapelle) mit Jazzrepertoire u.a., Chappy’s Kompositions Signal, Entweder – Oder.

Mai, Presto Dancing, Budapest City, im Jazzband speielen Tibor Balázs “Hot Balázs” (as, cl),

Péter Bleyer (tp), György Kelényi (tp), Tibor Kelényi (tb) und anderen.

Ab 8. Mai im Angol Park (Englischer Park), ungarische Jazz Big Bands, u.a. Holécy Big Band.

Im Fővárosi Nagycirkusz (Hauptstädtischer Zirkus) spielt Ede Buttola’s 16köpfiger Jazz Big Band zum Programm. Bis zu den ’9Oer spielen sehr viele ungarische Jazzmusiker in den Zirkusorchestras.

Im Mihály Tabányi’s Pinocchio Band spielen unter anderen die Gitarristen Elek Bacsik und Attila Zoller.

1946
Ab diesem Jahr Tenorsaxist Filu macht viele Aufnahmen, vor allem á lá Bob Crosby’s Bob Cats auf den Durium/Patria, Darling Super und Tonalit Labels.

1947
Der 9 Jahre alt Schlagzeuger Tommy Vig ist der Winner der MGM Jazzwettbewerb in Budapest. Er macht Aufnahmen in Budapest mit Chappy’s Mopex Big Band auf dem ungarischen Mesterhang! Label und in Wien als Tommy, der jüngste Tricktrommler der Welt mit Ernst Landl und der Hot Club Vienna auf dem österreichischen Elite Special Label.

Durium Swingband, die Studio Big Band Formation von den ungarischen Durium/Patria Label macht vier prächtige Orchester-Aufnahmen in Budapest. Zwei Dutzende weitere Aufnahmen wurden mit ungarischen Sängern und Sängerinnen, zum Teil Englisch, zum Teil Ungarisch aufgenommen.

1948
Oktober, Attila Zoller emigriert nach Wien und wird Mitglied der Eddie Macke Jr. Big Band und dann bis 1954 Mitglied der Vibrafonistin Vera Auer’s Combo.

1951
Januar, Wien Jazz Public Poll, Comboprize für Vera Auer Combo mit Attila Zoller.

1952
Argényi Band u.a. mit den Gitarristen Gabor Szabo in Budapest.

Attila Zoller u.a. mit Joe Zawinul in Deuschland und in der Schweiz.

März, Jazz Podium, Austria Poll. Gitarre: 1. Attila Zoller.

1955
28. Mai, die ersten gemeinsame, ausgegabte Schallplattenaufnahmen von den Duo Albert Mangelsdorff-Attila Zoller auf dem (west)deutschen Brunswick Label.

29. Mai, die ersten Jazz-Schallplattenaufnahmen von Trombonisten Ferencz Lakatos als Mitglied des Erwin Lehn Orchesters in Frankfurt/Main. Er arbeitet und macht viele Jazz-Aufnahmen mit der Band bis 1959.

28. Julius, Attila Zoller’s erste Solo-Gitarren-Platte, Shivi Guitar auf dem (west)deutschen Mod Label.

1956
Die ersten Jazzaufnahmen von Gitarristen Gabor Szabo in Budapest.

Fővárosi Tánczenekar unter der Leitung von Lajos Martiny macht Jazzaufnahmen.

Lulu Solymossy macht Duo-Aufnahmen mit Bubi Beamter auf dem Qualiton Label.

1957
Gründung der Benkó Dixieland Band in Budapest

Ákos Holéczy Band Aufnahmen auf dem Qualiton Label.

Gitarrist und Multiinstrumentalist Andor Kovács beginnt sich die Eigenaufnahmen auf dem Qualiton Label.

September, Mihály Tabányi macht die erste ungarische West Coast Aufnahme auf dem Qualiton Label.

1958
Julius, der in die USA emigrierte Gabor Szabo spielt im The International Youth Band u.a. mit Dusko Gojkovic, Kurt Jarnberg, Erich Kleinschuster, Albert Mangelsdorff, Hans Salomon, George Gruntz, Gilberto Cuppini und anderen. Eine Aufnahme der Band erscheint auf dem amerikanischen Columbia Label und sind viele weitere Ausgaben u.a. auch auf dem holländischen Philips Label. Die Youth Band wirkt auch beim Konzert von Louis Armstrong mit. Konzertmitschnitt existiert.

Pianist Vilmos Körmendi’s Dixielandgruppe macht Aufnahmen bis 1961 auf dem Qualiton Label.

1959
Januar, die legendaren Oscar Pettiford/Attila Zoller/Hans Koller Schallplatten-Aufnahmen im Mastertone Studios in Wien, die auf dem Pacific, Bertelsmann/Manhattan, Deutscher Schallplattenclub, Ex Libris und Black Lion Labels erscheinen.

1960
In London ist die Urafführung von Improvisations For Jazz Band And Symphony Orchestra, eine gemeinsame Komposition des Ungaren Mátyás Seiber und des Briten Johnny Dankworth, es spielen Johnny Dankworth Big Band und die Londoner Philharmoniker unter der Leitung von Hugo Rignold.

1961
Glänzzeit der Zoltán Tóth Big Band, Aufnahmen mit vielen jungen Tigern.

1962
Februar bis Mai, Mihály Tabányi’s Schallplattenaufnahmen mit grösseren Formationen u.a. mit der Mitwirkung von István Bergendy, Péter Bergendy, Lajos Dudas, Dezső “Ablakos” Lakatos, Attila Mittai, György Váradi, Rudolf Wirth (reeds), Péter Káldor (vib), Péter Tihanyi (p), Andor Kovács (g) Aladár Pege (b), Gyula Kovács (dr)

Dália Klub

Pianist Attila Garay erhielt den ersten Preis auf dem Karlovy Vary Jazz Festival in der Tschechoslowakei.

Ungarischer Gitarrist Elek Bacsik macht die ersten LP-Aufnahmen unter eigenen Namen in Paris. In Julius arbeitet er mit Dizzy Gillespie und erscheint LP Dizzy At The French Riviera mit der Mitwirkung von Bacsik.

Chris Barber Jazz Band mit Ottilie Patterson auf Ungarn-Tournee und LP-Aufnahme.

August: Erste Aufnahmen der Plattenserie Modern Jazz mit der Qualiton Band unter der Leitung des Pianisten János Gonda.

1963
1-2 April, Pianist Kertész Kornél’s Astoria Jazz Quartet macht Aufnahmen im Stil des amerikanischen Modern Jazz Quartets auf dem Qualiton Label.

7 Julius, Attila Zoller spielt auf dem Newport Jazz Festival als Mitglied der Herbie Mann Band. Weitere Bandmiglieder sind u.a. Dave Pike (vib) und Don Friedman (p).

1964
Januar-Aprilis, in Budapest erscheinen 4 Ausgaben des Dalia Jazzklubs Ifjúsági Jazz Klub Híradója (Jugend Jazzklub Nachrichten)

März und Aprilis, Jazzhíradó. A Szegedi Ifjúsági Jazz Klub Híradója (Nachrichten von den Szegeder Jugend Jazzklub)

András Pernye’s Buch erscheint: A jazz (Der Jazz)

Auf dem Qualiton Label Aufnahmen zur Doppel-Platte Anthology ’64, worauf 13 ungarische Jazzbands mitwirken.

Pianist János Kőrössy macht seine Platte auf dem Qualiton Label.

Beginn der Jazzforschungsarbeit von Géza Gábor Simon und Begründung der Simon Archives, am grössten Archives des ungarischen Jazz.

Bassist Aladár Pege ist dem Virtuose des Internationalen Jazzfestivals in Prag gewählt.

1965
16. Jänner, Aufnahmen der Zo-Ko-So,Platte von Attila Zoller, Hans Koller, Martial Solal in Villingen auf dem Saba/MPS label.

15. März, Aufnahmen der LP Horizon Beyond von Attila Zoller in West-Berlin auf dem deutschen Mercury Label.

Louis Armstrong’s All Stars in Népstadion (Volksstadion), 😯 OOO Zuschauer.

János Gonda’s Buch Jazz. Történet – elmélet – gyakorlat (Jazz. Geschichte – Theorie – Übung) mit 3 Plattenanlagen erscheint.

September, Jazzfakultät auf der Béla Bartók Musikmittelschule in Budapest unter der Direktion von János Gonda.

November, Gabor Szabo macht seine erste Eigenplatte, Gypsy ’66 auf dem führenden amerikanischen Impulse! Jazzlabel.

1966
6. Mai, erste Aufnahme der Komposition Gyspy Queen von Gabor Szabo auf der Platte Spellbinder. Der Titel wurde Hit und u.a. Count Basie, Larry Coryell, Carlos Santana und dann Leon Thomas mit u.a. Stanley Clarke und Airto Moreira machen Plattenaufnahmen.

1967
Ersten Aufnahmen im Ungarischen Rundfunk von der Benkó Dixieland Band. Die Aufnahmen erscheinen nur in den 9O’s als CD.

Junius-Julius. Attila Zoller Mitglied des Benny Goodman Combos.

1968
Februar, Ella Fitzgerald’s erster Konzert in Ungarn.

13/14. März, Aufnahmen der Zo-Ko-Ma Platte von Attila Zoller, Lee Konitz, Albert Mangelsdorff in Villingen.

Dänischer Violinist Svend Asmussen und swedischer Pianist Jan Johansson machen die Aufnahmen der Platte Jazz pá ungerska auf dem swedischen Megafon Label. Auf der LP sind ungarische Gypsy-Themen verarbeitet.

Tommy Vig auf Konzert mit Gil Evans Orchestra in Kalifornien.

1969
Junius, auf dem Dritten Internationalen Jazz Festival in Montreux, in der Schweiz Tomsits Quartett (Rudolf Tomsits – Trumpet, George Vukán – piano, Balázs Berkes – Bass, Vilmos Jávori – Schlagzeug) bekommt den Presse-Preis. Tomsits und Vukán spielen im Clark Terry’s International Festival Big Band. Konzertmitschnitt erscheint beim deutschen Polydor Label.

Julius-August, Aufnahmen der LP Gypsy Cry von Attila Zoller auf dem amerikanischen Embyo Label.

Unter den Titel Christian Vander/Jeff Saeffer/Jef Catoire/Jef Gilson erscheinen die ersten Schallplattenaufnahmen von Yochk’o Seffer auf dem französischen Palm Label.

1970
Die erste SP der 13jährigen Benkó Dixieland Band erscheint.

Pianist János Kőrössy macht seine Platte auf dem deutschen MPS Label.

Auf dem Vierten Internationalen Jazz Festival in Montreux, in der Schweiz Pege Quartett (Mihály Raduly – Saxophone, Flute, Béla Szakcsi Lakatos – piano, Aladár Pege – Bass, Géza “Pecek” Lakatos – Schlagzeug) bekommt den Presse-Preis und erhielt den zweiten Preis. Bester Soloist des Festivals ist: Mihály Ráduly, Europes Bester Soloist ist: Aladár Pege.

Die erste wirkliche Zeitschrift-Artikel-Serie über ungarischen Jazzmusikern aus dem Federn von Géza Gábor Simon in Wochenzeitschrift Magyar Ifjúság (Ungarisches Jugend).

Altosaxist Viktor Burghardt macht die ersten Jazzplattenaufnahmen als Mitglied des Deutsch-Schweizerisch Radio Jazz-Orchestra in Zürich.

June, Attila Zoller, Jim Hall, Kenny Burrel als Guitar Genius gemeinsamer Tournee in Japan.

Der in den USA lebende gebürtiger Ungar Frank Szabo (Trompete) beginnt sich in den verschiedenen Big Bands, vor allem in Kalifornien, spielen and Schallaufnahmen machen. Er spielt auch in Budapest als Mitglied der Ray Charles Big Band.

1971
25. Aprilis, Ungarischer Rundfunk, erster Konzert von den in den USA lebenden ungarischen Vibraphonisten Tommy Vig in Ungarn nach 15 Jahren mit Béla Szakcsi Lakatos (p), Aladár Pege (b) und Imre Kőszegi (dr). Der Konzertmitschnitt escheint in den USA auf dem Mortney Label.

April, auf dem Sechsten Amateur Jazz Festival in Prerov, in der Tschechoslowakei erhielt Benkó Dixieland Band “Europäische Klasse”.

Mai-Juni, Iván Székely Quartett mach eine Platte mit der Mitwirkung der Sängerin Magdolna Maróti und des Sängers Tamás Berki auf dem Pepita Label.

17. Junius, auf dem Fünften Internationalen Jazz Festival in Montreux, in der Schweiz erhielt Benkó Dixieland Band den ersten Preis der traditionellen Kategorie.

November: Erscheint Jazzhíradó. A Benkó Dixieland Club Tájékoztatója (Jazzneuheiten. Bulletin von Benkó Dixieland Klub). Bis September 1975 erscheinen 17 Nummer. Pressechéf der Band und Redakteuer des Bulletins: Géza Gábor Simon.

Keyboardist Gusztáv Csik macht Rock-Jazz-Aufnahmen mit den Round House in Köln.

Die beste ungarische Rock-Jazz Gruppe, Syrius macht Aufnahmen in Australien auf dem dortigen Spin Label. Die Aufnahmen erscheinen dann auch auf verschiedenen ungarischen Labels mehrmals.

1972
Jazz-Rock Mini Group unter der Leitung von Flötist/Vokalist Ádám Török macht die ersten Aufnahmen im Ungarischen Radio, die später auch auf Platten erscheinen.

April, auf dem Siebenten Amateur Jazz Festival in Prerov, in der Tschechoslowakei erhielt Molnár Dixieland Band “Europäische Klasse” und Pianisten István Hulin’s Trio “Nationale Klasse”.

Erste LP der Benkó Dixieland Band erscheint, die die erste und letzte Golden-Platte der ungarischen Jazzgeschichte. Bis Februar 199O wurden 59.551 Stücke verkauft.

18. Mai, die Begründung der Jazzfachabteilung des Ungarischen Musikerverbandes, für Leiter wurde János Gonda ernannt.

3. Junius, Attila Zoller’s erster Auftritt in Ungarn (Alba Regia Interjazzfestival, Székesfehérvár) seit 1948. Im Zoller Quintett: Albert Mangelsdorff (Trombone), Attila Zoller (Guitar), Barre Phillips (Bass), Stu Martin (Schlagzeug), Almer Halburian (Perkussions). Auf derselbem Tag ist ebendort New Orleans Klarinetist Albert Nicholas Gast der Benkó Dixieland Band und machen gemeinsame Plattenaufnahmen.

25. Julius, auf dem Siebenten Internationalen Jazz Festival in San Sebastien, Spanien erhielt Benkó Dixieland Band “Publikumspreis”. Grand Prix der besten Free Jazz Band erhielt Pianist György Szabados Quintett (Mihály Ráduly und László Kimmel – Saxophones, György Szabados – piano, Sándor Vajda – Bass, Vilmos Jávori – Schlagzeug.). Hier soll bemerken, dass der supertalentierte ungarischer Bassist Sándor Vajda spielte und siegte in der Dixieland Band und im Free Quintett.

1973
Der Cellist Károly Garam macht Rockjazz-Aufnahmen mit der finnischen Jazzvokalistin Maija Hapuoja und dem Pianisten Heikki Sarmanto in Helsinki.

1974
Mai, Aufnahmen der ersten LP Az esküvő (Die Hochzeit) von Pianisten/Komponisten György Szabados im Hungaroton Studio in Budapest mit Lajos Kathy Horváth (Violine), Sándor Vajda (Bass), Imre Kőszegi (Schlagzeug).

Julius, Aufnahmen der ersten LP Four String Tschaba von Violinist Csaba Deseő im MPS Studio, Villingen, Deutschland.

In Budapest erscheint Büchlein Who’s Who In Hungarian Jazz.

János Gonda bekommt für seine Tätigkeit Erkel Preis, den man vor allem für die Kompositionstätigkeit gibt. Er ist der erste von der Ungarischen Volksrepublik dekorierte Jazzmusiker. Gonda’s Sextett macht die LP Shaman Song Aufnahmen in Dezember.

1975
Im März erscheint A Magyar Zeneművészek Szövetsége Jazz Szakosztályának Tájékoztatója (Bulletin von der Jazzsektion von Ungarischer Musikerverband). Bis September 1981 sind 21 Nummer.

Schlagzeuger George Jinda macht die ersten Eigenaufnahmen mit der Mitwirkung des anderen in Frankreich lebenden Ungaren, Saxist Yochk’o Seffer in Paris auf dem französischen Motors Label.

LP Bergendy Jazz auf dem Pepita Label.

21. November, Festival de Jazz, Reims, Frankreich, Yochk’o Seffer’s Soloauftritt. Konzertmitschnitt als LP Magyar-ló. Concert-solo auf dem französischen Le Chant du Monde Label erscheint.

1976
Csaba Deseő’s Platte Ultraviola wurde ein grosser Hit und sie wurde vielmal auch beim VOA gespielt.

Die Victor Burghardt-Mike Barone Orchestra macht eine LP in Zürich.

Yochk’o Seffer’s neu gegründete Band, Neffesh Music macht die LP Delire auf dem französischen Moshé-Naim Label.

International Jazz Festival, San Sebastian, Spanien, Soloist Preis: László Dés – Saxophone.

Music Week (Grossbritannien): Star des Jahres: Benkó Dixieland Band.

1977
7. Februar, Erkel Theater, Budapest, 20jährige Benkó Dixieland Band Jubileumkonzert mit den Gastsolisten Wild Bill Davison (Kornett) und George Probert (Soprano Saxophone, Vokal).

International Jazz Vocalists Contest, Lublin, Polen: 1. Preis: Tamás Berki

Debrecen Jazz Group macht seine LP auf dem Hungaroton Label. Mitwirkenden sind Violinist Csaba Deseő und der bulgarische Flutenspieler Simeon Shterev.

Unter dem Titel Reflection of Bach erscheint die erste eigene LP von Klarinettisten Lajos Dudas auf dem deutschen Metram Label. Diese ist die erste westliche LP eines ungarischen Jazzmusikers, die man in grösseren Stückzahlen beim Rózsavölgyi Geschäft in Budapest durch einige Jahren flüssig kaufen konnte.

Tommy Vig’s Mitwirkung bei der Aufnahmen zum Filmmusik Roots von Quincy Jones. Vig macht sehr viele neue kleine Perkussion Instrumente und auf diesen spielt er im Film.

1978
Aladár Pege erhielt Liszt Preis. Er ist der erste ungarische Jazzmusiker, der diesen hohen Preis erhielt.

Funky hegedű (Funky Violine) von Csaba Deseő ist ein absoluter Hit im Ungarischen Radio. Täglich mehrmals kann man das Stück hören.

3rd International Jazz Pianists Contest, Kalisz, Polen, 1. Preis: Gábor Füsti-Balogh, 2. Preis: Frigyes Pleszkán, 4. Preis: László Gárdonyi (Laszlo Gardony).

September-Oktober, als Mitglied der Karl Ratzer Band macht Dezső “Ablakos” Lakatos (ts, ss, fl) Plattenaufnahmen in den USA auf dem Vanguard Label.

1979
In Győr erscheint Journal Jazz Studium, Bis 1990 sind 19 Nummer. Von 1983 bis 1988 auch 8 Musikkassetten Supplements.

9th International Jazz Vocalists Contest, Lublin, Polen: 2. Preis: Kati Bontovics

1980
Mai, George Vukán, Balázs Berkes und der griechische George Trandalidis machen eine LP Aufnahme in Athens für den griechischen EMI-Columbia Label.

August, die erste Platte der Gruppe Dimenzió unter der Leitung Saxist László Dés auf dem Pepita Label.

20. September, Schlagzeuger Imre Kőszegi’s erste Eigenplatte-Aufnahme auf dem (west)deutschen JG Records Label.

Ab Februar, Saxist Tony Lakatos’s Rundfunkaufnahmen in Budapest. Die Aufnahmen erscheinen später als erste LP Tony Lakatos And His Friends.

3rd International Jazz Pianists Contest, Kalisz, Polen, 2. Preis: Károly Binder (erster Preis nicht gibt).

Auf dem ungarischen Pepita International Label erscheint die erste und letzte ungarische Eigenplatte, Femme Fatale von Gabor Szabo und ist mehr als 30 000 Stücke verkauft.

1981
1st International Jazz Competition Jazz nad Odra ’81, Wroclaw, Polen: Kritikerpreis: Dimenzió Group. Bester Balladspiel, Body and Soul: Mihály Dresch von Binder Quartet.

In Budapest erscheint das Buch John Coltrane öröksége (Das Erbe von John Coltrane) von Géza Gábor Simon. Das Buch konnte man nie im Handel kaufen und sehr viele weitere Vervielfältigungen (Raubpressungen) gibt. Es ist eine der ersten Biographien des amerikanischen Saxophonisten.

1982
11st International Competition of Jazz Themes, Monaco: 1. Preis gewinnt der in Deutschland lebende ungarischee Komponist/Klarinetist Lajos Dudas für das beste Thema Urban Blues.

In Budapest erscheint das erste Buch über eine ungarische Jazzgruppe: Benkó Dixieland Band Story von Gábor Koltay.

Benkó Dixieland Band Konzert im Budapest Sporthall. Gastsolisten sind Joe Newman (Trumpet), Al Grey (Trombone), Buddy Tate (Tenor Saxophone), Eddy Davis (Banjo). Konzertmitschnitt erscheint auf dem Krém Label.

Gründung der offiziellen Jazzjournals Ungarn: Jazz. Die Zeitschrift erschien dreimal in einem Jahr und existiert bis Ende 1989. Redakteur: János Gonda.

In Menden, Deutschland beginnt sich die Ausgabe die Discographie der Jazz- und Semijazzaufnahmen im Bereich der heutigen Volksdemokratien. Bis 1991 erscheinen insgesamt 11 Volumes.

Auf dem Krém Label die erste Eigenplatte vom Pianisten Károly Binder, u.a. mit John Tchikai (as).

Ab dieses Jahr macht die ungarische Folk-Jazz-Gruppe Makám Plattenaufnahmen in Holland und Ungarn.

1983
12nd International Competition of Jazz Themes, Monaco: 1. Preis gewinnt der in der Schweiz lebenden ungarischer Komponist/Saxist Viktor Burghardt für das beste Thema Habanera.

Pianist/Komponist György Szabados erhielt den Liszt Preis.

5th Jazz Hoeilaart International Jazz Competiton, Brussels, Belgium: 5. Prize: Attila Malecz Bop-Art Orchestra.

The Siger Band mit George Haslam gastiert auf den Debrecen Jazz Tage, Konzertmirschnitt erscheint auf dem britischen Spotlite Label.

In Budapest erscheint das Buch Azt mondom: Jazz. Interjúk magyar jazzmuzsikusokkal (Ich sage: Jazz. Interviews mit ungarischen Jazzmusikern) von Gábor Turi.

Aus dem Feder von Sándor Pál erscheint das erste Teil der ungarischen Jazzgeschichte, die erste kleine Zusammenfassung über die Frühjahren des Ungarjazz.

Pianist László Gárdonyi’s erste eigene LP mit Zbigniew Namyslowski auf dem Krém Label.

Studium Dixieland Band, eine Soldatenband gewinnt den ersten Preis beim Jugendwettbewerb Wer weist was? und macht Plattenaufnahme auf dem Start Label. Pianist der Band, Gergely Pröhle wurde im Jahre 1998 Staatssekretär für Kultur.

1984
Klarinetist/Bandleiter Sándor Benkó erhielt den Liszt Preis.

In Szeged erscheint das Buch A szegedi Molnár Dixieland története (Die Geschichte der Szegeder Molnár Dixieland) von Géza Gábor Simon. Dieses Buch ist das erste, das bei einem nichtoffiziellen, nicht staatlichen Verlag als sogenannte Privatausgabe erschien und im Handel man kaufen konnte.

In England auf dem Harlequin Label erscheint die erste ungarische jazzhistorische LP Jazz and Hot Dance in Hungary 1912-1949. Die Produkt stammt von Attila Csányi, Géza Gábor Simon und der Toningenieur János Réti und wurde die Platte des Jahres auf der Jahresliste beim Journal der Jazzfreund.

Im Ungarischen Radio Studio machen mit der Mitwirkung von Budapest Ragtime Band unter dem Titel Ragtime die Aufnahmen der ersten ungarischen Ragtime Langspielplatte.

Benkó Dixieland Band Tournee in Mexiko.

1985
März, aus der György Szabados’ Komposition Sons Turned Into Stags macht der Ungarische Rundfunk Aufnahme mit dem MAKUZ (Ungarischer Hofmusikkapelle), die dann auf dem Krém Label erscheint.

April, erste Plattenaufnahmen von Schlagzeugern Péter Gritz als Mitglied des Antoine Hervé Trios in Paris.

In Pécs erscheint Magyar jazzlemezek 1912-1984/Hungarian Jazz Records 1912-1984 von Géza Gábor Simon. Das erste wirkliche ungarische jazzgeschichtliche Buch jubelt die Jazzwelt.

Tschechoslovak Jazz Festival Wettbewerb, Karlovy Vary, in der Tschechoslowakei: 2. Prize: Synapsis Band unter der Leitung des Pianisten László Süle.

In Budapest erscheint die Biographie des ungarischen Jazzbassisten Aladár Pege.

1986
LP It’s a Hap-Hap-Happy Day des ungarischen Swingkönigs Lajos Martiny erscheint auf dem (west)deutschen Black Jack Label.

1987
März, ungarische Gruppe Things macht Plattenaufnahmen, Blues For The Last Punk auf dem deutschen Jazzpoint Label.

Tasteninstrumentenspieler Béla Szakcsi Lakatos erhielt den Liszt Preis.

Erscheint das Buch Jazz from Hungary. History, Musicians, Contacts von Gábor Turi.

Mit vielen Gruppen ist eine Serie von Jazz-Aufnahmen auf dem neuen unabhängigen Hungaropop-Jazz Label. Künslerische Leitung: Posaunist László Gőz, u.a. erscheint die LP Tones von Brass Age, Friends von Géza “Pecek” Lakatos, Cross Cultures von Joy, Band des Guitarristen Gabor Gado un die LP von Bone Connection Budapest.

19. August, Konzert von Malecz Attila Bop-Art Orchestra in Jazz Camp, Sikonda. Konzertmitschnitt erscheint als LP Aquarium.

1988
Yochk’o Seffer, Siegfried Kessel, Francois Méchali und Peter Gritz machen die Produktion Monk For Ever, die als LP und CD erscheint.

Pianist Béla Szakcsi Lakatos macht unter dem Namen Szakcsi seine erste Eigenplatte, “Sa-Chi” auf dem GRP Label.

In Baranya Jazzlager, in Sikonda erscheint das Buch Dudás Lajos von Károly Libisch und Géza Gábor Simon.

Ab dieses Jahr arbeitet Tony Lakatos auf den Schallaufnahmen von Pili Pili, Gruppe um den holländischen Pianisten Jasper van’t Hof.

Mit vielen ungarischen Jazz-Musiker-Biographien erscheint New Grove’s Dictionnary of Jazz in London und New York. Die Artikel stammen zumeist aus dem Feder von Rainer E. Lotz und Géza Gábor Simon.

Béla Stenczer, Béla Bokor und Géza Gábor Simon startet für die Ausgabe Jazz, klassische Musik und Folklore Aufnahmen auf Langspielplatten und Musikkassetten auf das unabhängige Pannonton Label in Pécs, Südungarn. Simon wurde der Jazzproduzent.

Multireedinstrumentalist Mihály Dresch macht seine erste Eigenplatte in Köln auf dem deutschen West Wind Label und die Platte erscheint später auch auf dem ungarischen staatlichen Krém Label.

Unter den ersten, wieder möglichen nicht staatlichen Privat-Plattenausgaben erscheint die LP Faith von Szekszárd Jazz Quartet. Ausgeber ist der Mihály Babits Kulturzentrum.

1989
Ungarischer Musikerverband Wettbewerb für LP-Ausgaben. Ersten Preis bekommt Pannonton Label für die Platte Károly Binder-László Süle: For You. Two Pianos.

Attila Csányi und Géza Gábor Simon produzieren die erste ungarische jazzgeschichtliche LP, die in Ungarn erscheint unter dem Titel Hungarian Jazz 1912-1948 auf dem Pannonton Label.

Erste Platte, Original Rags von Bohém Ragtime Band auf dem Pannonton Label, u.a. die erste Plattenaufnahme der Komposition Pension Rag, Op.1 von Aladár Székely, die wurde im Jahre 1919 komponiert.

Erste LP, 1988-89 von Multireedinstrumentalisten István Grencsó auf dem neugeründeten unabhängigen Adyton Label.

Vitkovics’s Buch, Mister Dob (Mister Drums. Biographie des ungarischen Schlagzeugers Gyula Kovács) erscheint.

Lucky Boys Dixieland Band macht seine erste LP auf dem Krém Label.

Aufnahmen für die erste Gyula Csepregi Platte, In Line. In Line wird die Gruppenname sein.

1990
Neue Kooperationen. Gitarist Gábor Gadó macht eine LP-Aufnahmen für den ungarischen staatlichen Krém Label. Die CD Version erscheint auf dem italienischen Sentemo Label.

In Budapest erscheint das Buch A zene kettős természetű fénye (Von Doppelnaturlicht der Musik) von György Szabados und Tamás Váczi.

Georg Vukán erhielt den Erkel Preis.

In Pécs erscheinen die erste ungarische Jazz-Bio-Diskographie A klarinét dimenziói. Portré Dudás Lajosról (Dimensions des Klarinets, Lajos Dudas Portrait) und A magyar jazz 1945-1990 (Der ungarische Jazz 1945-199O), beide von Géza Gábor Simon.

Ferenc Snétberger macht seine erste Eigenplatte, eine Solo-Gitarrenplatte, Samboa auf dem italienischen Sentemo Label.

Viermal erscheint in Budapest das Journal Jazzpress.

1991
Saxist/Komponist László Dés erhielt den Liszt Preis.

Auf dem englischen Hwyl Label erscheint CD Sanctified Land vom Gitarrist/Gitar-Vina-Spielern Sándor Szabó.

Mai-Junius, Aufnahmen der LP Good Morning! von Vokalisten Tamás Berki.

Blue In Blue von Brass Age und Dry Dreams von No-Spa erscheinen beim neugegründeten Bouvard & Pécuchet Label von László Gőz in Kooperation mit dem Glória Label der ungarischen CD Fabrik.

C.A.E., der neugegründete Label von Georg Vukán bringt die ersten CDs aus: Spanish Rhapsody,

In Zwolle, Holland erscheint Benkó Dixieland Band Discography von Géza Gábor Simon

Erste eigene CD des Perkussionisten Kornél Horváth auf dem italienischen Sentemo Label.

Christmas Mass von Benkó Dixieland Band Urafführung und Plattenausgabe auf dem Hungaroton-Krém Label.

Platte des Jahres: Orient Dixieland Jazz Band: Wang-Wang Blues (Traditional), Károly Binder: Dance Music (Modern Jazz).

1992
Den zum erstenmal ausgegabten Gabor Szabo Preis der Ungarischen Jazz Federation bekommt – Posthumus – Schlagzeuger Gyula Kovács.

Mai, Erste Ungarische Jazzgeschichtliche Ausstellung in der Rahmen Fest des Jazz in Pécs.

János Gonda erhielt Offiziers-Kreuz der Ungarischen Republik.

April-Mai, Aufnahmen der Platte Just A Closer Walk With Joe von Bohém Ragtime Jazz Band und dem in den USA lebende, aus Ungarn stammenden Klarinetist/Sopransaxist/ Vokalist Joe Muranyi, der der letzte Klarinetist von Louis Armstrong All Stars war.

Mai, Multiinstrumentalis/Komponist Tibor Szemző macht Plattenaufnahme, The Conscience in Budapest mit u.a. Jazzmusik, die auf dem britischen Leo Label erscheint.

1. Junius, Begründung von Magyar Jazzkutatási Társaság (MJKT) [Ungarische Gesellschaft für Jazzforschung, UGJ], Präsident und Vize-Präsident wurden Géza Gábor Simon und Attila Csányi gewählt. Diese ist die erste osteuropäische, und europäische Nationalgesellschaft für Jazzforschung.

Junius, Blechbläser Béla Szalóky mitwirkt in Christian Muthspiel’s Octet Ost II und in Wien macht Aufnahmen auf dem österreichischen Amadeo Label.

18. Oktober, 1st Professional Banjo World Camp im Budapest Kongress Center mit Eddy Davis, Cynthia Sayer, Tom Stuip, Tonny Trischka, Buddy Wacher, Jenő Nagy und der Benkó Dixieland Band. Konzertmitschnitt erscheint auf dem Gong Label.

In Budapest erscheinen die Bücher The Book of Hungarian Jazz von Géza Gábor Simon und The Chronological Ragtime Discography of the Austro-Hungarian Monarchy als ein österreichisch-ungarische Kooperation von Wolfgang Hirschenberger und Géza Gábor Simon.

9. Dezember, Graz, Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Institut für Jazzforschung, Palais Meran, Géza Gábor Simon’s Vortrag unter dem Titel Afro-amerikanische Einflüsse in der Musik der Österreich-Ungarischen Monarchie.

Der neugegründete Newsic Label von Hurdy-Gurdy-Spieler Robert Mandel bringt Jazz CDs von In Line, Gyula Csepregi und Energy Project aus.

1993
Beim Eigenverlag Kariton von Károly Libisch erscheint das Buch: Feketére festve. Szabó Gábor gitárművész bio-diszkográfiája (Auf schwarz gemalt. Bio-Discographie von den Gitarrenartist Gabor Szabo). Insgesamt sechs Ausgaben.

Die Wiederentdeckung von Akkordeonisten Mihály Tabányi. Konzerte und Aufnahmen u.a. mit dem Palermo Boogie Gang.

Auf dem Hotelinfo-Ferdinandus Label erscheint der erste CD von der Ungarischen Gesellschaft für Jazzforschung, George Vukán: Dunapalota Ragtime mit den Weltpremier-Piano-Aufnahmen der Rags der Österreich-Ungarischen Monarchie. 12 Ragtimes des vorigen CD erscheinen unter dem Title Dunapalota Ragtime auch als Score.

August, Auf dem 1st Hungarian Meeting for Jazz Research in Tata machen AT, Talizmán, Attila Malecz Bop Art Orchestra und andere Bands CD-Aufnahmen auf dem Tandem-Ferdinandus Label.

Pianist/Komponist Károly Binder begründet sich sein Eigenverlag, Binder Music Manufactory.

December, beim Budapester Kossuth Verlag erscheint Guinness Jazz-Zenészek Lexikona (The Guinness Who’s Who In Jazz), das erste Jazzlexikon auf ungarischer Sprache.

1994
6. Januar gastiert ungarischer Pianist, Berklee-Lehrer Laszlo Gardony in Budapester Redoute. Ton- und TV-Aufnahmen. Videoklip des Konzerts grosser Erfolg in den USA.

30. Januar, die Begründung von Jazz Oktatási és Kutatási Alapítvány (JOKA) [Foundation for Jazz Education and Research in Hungary (FJERH)].

März 1994, Zweite Ungarische Jazzgeschichtliche Austellung in Kecskemét.

Eine der ersten Produktionen von JOKA ist Magyar Jazzdiszkográfia 1905-1994/Hungarian Jazz Discography 1905-1994 von Géza Gábor Simon.

Auf dem Tandem-Ferdinandus Label erscheint Bohém Ragtime Jazz Band: Hungarian Rag mit den Weltpremier-Arragierten Band-Aufnahmen der Rags der Österreich-Ungarischen Monarchie.

Begründung des Pannon Jazz Verlags. Pannon Jazz Sampler ’95 (Mini-CD).

1995
In 500 Exemplaren erscheint die erste ungarische Subskriptions-CD-Serie mit 6 CDs.

Im ersten Halbjahr dreimal erscheint Jazzkutatás [Jazzforschung], dann bis 1999 Pause.

AT Ensemble’s zweiter CD Quant je suis mis au retour… auf dem Pannon Jazz Label Erfolg in Ungarn und ist die erste ungarische Platten-Jazzlizenze für Brasilien.

24. September: Trio Midnight (Kálmán Oláh [p], János Egri [b], Elemér Balázs [dr]) with the Strings gewinnt den ersten Preis deim 17th Hoeilaart International Europ’s Jazz Contest in Belgium. Bester Solist ist Kálmán Oláh.

Ab Oktober bis End 1996 erscheint Journal MaJazz in Budapest.

17. Oktober, Alte Musikakademie, Budapest: Konzert unter dem Titel Ragtime in der Österreich-Ungarischen Monarchie, Konzertpremier. Mitwirkenden sind: Georg Vukán (solo-p), István Grencsó (as), Béla Ágoston (bcl), József Balogh (cl), József Róbert Fritz (cl), Orsolya Szilágyi (bcl).

Sensation des Jahres: Trio Acoustic kommt aus dem fast nichts und mit dem CD Autumn Leaves Live In Dabas auf dem Pannon Jazz Label macht hohe Verkaufsstücke in Japan.

Erste CD/MC beim Pannon Jazz Label des Jazzveteranen, Pianisten Miklós Bürger: That’s All. Publikumserfolg.

1996
Mai, Begründung des Journals Gramofon, The Hungarian CD Review.

Hungarian Swing 1929-1945. The original recordings erscheint auf dem Pannon Jazz Label.

Ungarische Jazzhistorische Austellungen in Budapest und Dunakeszi.

Erscheint CD von Szekszárd Jazz Quartet: Hymn To Freedom auf dem Pannon Jazz Label.

Die erste ungarische Jazzgeschichte über eine Stadt erscheint: Jazz Kanizsán (Jazz in Kanizsa, Jazzgeschichte von Nagykanizsa 1972-1996) von Gyula Halász.

Auf dem Tandem Records Label erscheint erster eigene-CD, eine Soloproduktion, Infinity Between Boundaries von den Schlagzeuger/Perkussionisten Balázs Major.

1997
Ungarische Jazzhistorische Austellung ab Aprilis bis September in Kiskőrös.

Erfolgsplatten auf den Pannon Jazz und Pannon Classic Labels: Hungarian Gypsy Ragtime 1905-1919 (The original recordings), Bohém Ragtime Jazz Band: Early Hungarian Jazz, Yochk’o Seffer: Magyar etno, Lajos Dudas: Chamber Music Live bzw. Music For Clarinet.

Erscheint das Buch Repedések. Valami jazz Győrött (Rissen. Etwaiger Jazz in Győr, Geschichte der Modern Jazz Szene in Győr).

1998
Jazz Guide To Hungary ’98 von Kornél Zipernovszky erscheint.

Vorbereitungen für die mehrsprachige (Ungarisch, Deutsch, Englisch, usw.) und Multimedia Organ (CD-ROM) Jazzkutatás (Jazzforschung) der Ungarischen Gesellschaft für Jazzforschung. Das vierteljährige Journal kann man z.T. auch auf dem Internet lesen.

1999
März, Michael Jacobs’ All That Jazz erscheint in der Übersetzung von Géza Gábor Simon.
März, erschient die erste Ausgabe Jazzkutatás (Jazzforschung) quarterly organ of the Hungarian Society for Jazz Research (HSJR). as CD-ROM.